Drachenblut (Sangre de Drago)

Das rote Esterharz aus dem Regenwald

Bei Drachenblut (auch bekannt als Sangre de Drago) handelt es sich um ein karminrotes Harz, welches sich von drei verschiedenen Drachenblutbäumen gewinnen lässt. Ursprünglich stammte es von der Insel Sokotra aus dem Golf von Aden. Das heutige Esterharz stammt in den meisten Fällen aus dem südamerikanischen Regenwald. In der Antike verwendeten Griechen, Araber und Römer das rote Harz gegen verschiedene Krankheiten wie:

  • Durchfall
  • Atemwegserkrankungen
  • Skorbut oder sie setzten es
  • als Antiseptikum zum Behandeln von Wunden ein.

Wie lässt sich das rote Esterharz gewinnen?

Die drei Drachenblutbaumarten, aus denen das heutige Esterharz stammt sind der Croton planostigma, der Croton lechleri und der Croton salutaris. Gewonnen wird das Blut der Drachen durch das Anritzen und Ablaufen lassen des Palmsaftes.

Das karminrote Esterharz läuft nach dem Anritzen der Baumstämme flüssig und zügig aus den Bäumen. Mit dem Verschließen der Wunden, nach dem Abzapfen des Saftes, lässt sich der Baum vor Entzündungen schützen und für die nächste Ernte schonen. Das rote Harz trocknet nach dem Abzapfen schnell und lässt sich in diesem Zustand gut zu Pulver verarbeiten.

Welche Inhaltsstoffe enthält das rote Harz?

Zu den wirksamsten und am meisten enthaltenen Inhaltsstoffen zählen die sogenannten OPC, den pflanzlichen Polyphenolen. Bis zu 90 Prozent dieser OPC , aus der Gruppe der natürlichen Antioxidantien, beinhaltet das Harz. Sie schützen unsere Zellen und Organe vor schädlicher Oxidation.

Sangre de Drago enthält, neben vielen weiteren, folgende Inhaltsstoffe:

  • Catechine
  • Betain und
  • Taspin

Die Catechine gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und zeichnen sich durch ihre ebenfalls antioxidative Wirkung aus. Zu den bekanntesten Catechinen zählt das Epigallocatechingallat (ECGC).

Zur Hauptfunktion des Betain gehört es, das Ansammeln von übermäßigem Fett in der Leber zu verhindern. Es entgiftet die Leber, regt die Thymusdrüse zum Antikörperproduzieren an und mobilisiert die Fresszellen zum Zerstören entarteten Gewebes. Das seltene Alkaloid Taspin steht bis heute im Interesse verschiedener Forschungsreihen. Seine Wirksamkeit gegen verschiedene Tumore, beim Heilen von Wunden und beim Bekämpfen von Herpesviren untersuchen die Forscher seit der 1980er Jahre.

Wogegen lässt sich Sangre de Drago einsetzen?

Es umfasst ein weites Spektrum an wirkungsvollen, medizinisch nutzbaren Inhalten und wird von der Antike bis heute eingesetzt gegen:

Drachenblut gegen Warzen

Bei Warzen handelt es sich um Virusinfekte und es gibt ein paar Arten, die zu schmerzhaften Warzen führen. Das regelmäßige Auftupfen eines Tropfens Esterharzes kann die Schmerzen innerhalb weniger Minuten lindern. Einige Anwender berichten davon, dass sich ihre Warzen nach längerem Anwenden verkleinerten.

Drachenblut gegen Herpes

Wie Warzen, gehört Herpes ebenfalls zu den Virusinfekten. Unschön anzusehen und in vielen Fällen schmerzhaft oder entzündet kann Sangre de Drago den Herpes zurückdrängen. Seine entzündungshemmenden Wirkstoffe und seine regenerativen Fähigkeiten unterstützen das Immunsystem und helfen Herpesbläschen schneller abheilen zu lassen.

Drachenblut bei Wunden

Als natürliches Antiseptikum profitierte schon die Antike vom roten Harz. Es kann das Heilen von Wunden unterstützen, das Regenerieren von Haut fördern und dem Entzünden von Wunden vorbeugen. Mit seinen vielen Wirkstoffen kann es den Heilungsprozess und das Schließen der Wunden beschleunigen.

Drachenblut gegen Narben

Mithilfe seines Alkaloids Taspin kann Sangre de Drago beim Heilen von Narben hilfreich sein.

Drachenblut gegen Pickel/Akne

Diese Hautunreinheiten entstehen durch eine übermäßige Talgproduktion und durch feinsten Staub, der sich auf die Haut und in die Poren ablagert. Drachenblut kann aufgrund seiner Inhaltsstoffe diese verstopften Poren reinigen, entzündungshemmend desinfizieren und die übermäßige Talgproduktion reduzieren. Auf diese Weise heilen Pickel schneller ab und Akne neigt weniger zum Bilden großer, starker Narben.

Drachenblut gegen Neurodermitis

Diese juckende Hautkrankheit neigt zum Entzünden seiner offenen Wunden. Esterharz kann Neurodermitis nicht heilen, aber es kann ihr Erscheinungsbild und ihren Juckreiz lindern. Es kann die Entzündungen zurückdrängen und den offenen Wunden helfen schneller und ohne Narben abzuheilen.

Welche Nebenwirkungen weist Drachenblut auf?

Wie bei den meisten natürlichen Mitteln sind bei der Einnahme von Pulver oder Tropfen des Drachenblutes bisher keine Nebenwirkungen bekannt.