Boswellia Papyrifera

Boswellia Papyrifera zählt zu den Blütenpflanzen. Sie ist auch als sudanesischer Weihrauch bekannt und wächst Äthiopien, Eritrea und dem Sudan. Boswellia Papyrifera ist neben Boswella Carterii wohl die bekannteste Weihrauchsorte der Welt. Kein anderer Weihrauch wurde in den letzten Jahrhunderten so stark exportiert. Diese starke Nachfrage hat allerdings auch negative Auswirkungen, denn auf Grund der großen Menge die bedient werden musst, wurden die Weihrauchbäume stark übererntet. Der Bestand dieser Bäume ist weit gesunken. In den letzten Jahren wird allerdings wieder sehr viel dafür getan, die Bäume, ihren natürlichen Lebensraum und eine nachhaltige Ernte beizubehalten. Nach der Ernte wird den Bäumen in der Regel ein oder sogar zwei Jahre Auszeit gegönnt. Boswellia Papyrifera hat einen leicht süßlich-warmen Duft mit einem Hauch Zitrone, aber auch ein bisschen bitter. Da der Weihrauch sich durch seinen Geruch auszeichnet, wird er sehr geschätzt. In semi-transluzenten gelben Tränen tritt es aus. Die alten Ägypter nannten die Harze Tränen des Sonnengottes Horus. Die Ernte ist oft sehr mühsam und beginnt meistens zwischen März und Mai in jedem Jahr. Ein Stück von der Rinde wird dabei abgeschabt, damit das Harz heraus quellen kann. An der Luft kann die klebrige Flüssigkeit dann trockenen und nach ungefähr einem Monat vom dem Baum abgeschabt werden. Das Harz stellte die Hauptquelle für Weihrauch in der Antike dar.

 

Verwendung von Boswellia Papyrifera

Wie oben beschrieben wird es vor allem als Räucherwerk verwendet. Neben dem Räuchern findet ein Teil aber auch für die Industrie und die Kosmetik Verwendung. Der Stoff wird gerne als Zusatz in Cremes, Parfümen oder auch in Seifen. Das Holz eignet sich gut für kleinere Arbeiten, wie zum Beispiel Bilderrähmen oder Schmuckkästchen. Auch in Salben oder Badezusätzen wird Weihrauch gerne verwendet. Sein angenehmer Duft eignet sich dafür natürlich sehr gut. Weihrauch gibt es aber mittlerweile nicht mehr nur zur äußeren Anwendung zu erwerben, sondern auch in Form von Kapseln für die innere Anwendung zum Beispiel in Form von Nahrungsergänzungsmitteln. Diese sind in Deutschland zugelassen und auf Schadstoffe und Belastung geprüft. Hier für müssen meistens zwei Kapseln pro Tag eingenommen werden. Eine am Morgen und die zweite dann am Abend. Darmerkrankungen, entzündliches Rheuma und sogar Hirntumore sollen von Weihrauch geheilt werden können.

Boswellia Papyrifera ist ein vielfältiges Produkt, das schon seit vielen Jahrhunderten von den Menschen genutzt wird. Man kann nur hoffen, dass die Ernte auch in Zukunft unter ökologisch guten Bedingungen abläuft, damit noch vielen Menschen, durch das Herstellen der verschiedensten Produkte, geholfen werden kann.