Boswellia Neglecta

Herkunft von Boswellia Neglecta

Die Weihrauchpflanze Boswellia Neglecta ist eine verhältnismäßig junge Weihrauchsorte, da ihr Anbau und ihre Verwendung erst seit dem Jahr 1877 dokumentiert ist. Durch den honigartigen und besonders süßen Duft hat die eher seltene Pflanze jedoch trotzdem viele Verwender.
Die Hauptanbaugebiete dieser Sorte sind Äthiopien, Somalia, Uganda und Kenia und werden hier in einem mehrmonatigen Ernte- und Verarbeitungsprozess zu dem klumpenförmigen Räucherwerk. Im Gegensatz zu den meisten anderen Weihrauchpflanzen muss man diese Sorte nicht anritzen, da ihr Harz von alleine an manchen Stellen aus der Rinde tritt.
Eine weitere Besonderheit der Pflanze ist, dass sie besonders widerstandsfähig gegenüber Hitze ist, da der nach unten dicker werdende Stamm auch bei längerer Dürre genug Wasser und Nährstoffe zum Überleben der Pflanze speichert.

 

Typische Verwendung des Harzes

Genauso wie die meisten Weihrauchsorten findet „Boswellia Neglecta“ hauptsächlich Anwendung als Räucherwerk, welches in geeigneten Schalen abgebrannt wird und sich deren Duft so in der Umgebung verteilt.
Die Verwendung von Räucherwerk kann hierbei geistig-spirituelle Gründe haben oder auch aus praktischen Gründen geschehen.
Wie alle Weihrauchsorten wird auch die Neglecta-Sorte für religiöse bzw. spirituelle Rituale und Zeremonien verwendet und soll hierbei die Umgebung weihen und von schlechten Energien reinigen. In vielen Kulturen sah man das Abbrennen von Weihrauchharzen auch als eine Art Opfergabe für die Götter mit welcher man Kontakt zur spirituellen Welt erlangen konnte.
Teilweise wurden die verschiedenen Weihrauchsorten aber auch schon immer verwendet um die Umgebung von schlechten Gerüchen zu befreien und ein angenehmes Aroma freizusetzen.

 

Produkte aus Boswellia Neglecta

Boswellia Neglecta ist eine seltenere Weihrauchsorte und ist deshalb oft nicht im typischen Sortiment von Händlern, welche Räucherwerk anbieten.
Es ist jedoch sehr gut im Internet erhältlich. Das fertige Produkt ist in der typischen klumpigen Form, in welcher geerntete Harze angeboten werden, zu kaufen.
Generell gilt bei Weihrauch, dass es immer mehrere Abschöpfungen des Harzes an der selben Stelle gibt und, dass das Harz, welches in den ersten Wochen geerntet wird eine so minderwertige Qualität hat, dass es seinen Zweck als Räucherwerk kaum erfüllt.
Die Qualität von Weihrauch kann man auch an der Farbe erkennen, wobei hier gilt, dass später geerntetes Harz heller ist und eine bessere Qualität hat als dunkles Harz, wobei es dann auch bedeutend teurer ist.
Für den Heimbedarf sind aber gerade die mittelmäßigen Ernteprodukte eine gute Wahl, da sie erschwinglich sind und vom Geruch und den Abbrenneigenschaften für private Zwecke völlig ausreichen.