Boswellia Frereana oder auch Maydin genannt – der „Königsweihrauch“

Aus Somalia stammt auch der Königsweihrauch oder auch Maydi Weihrauch genannt

Boswellia Frereana, der Königsweihrauch – ein Name den dieses besondere Harz in seinem Herkunftsland trägt. Doch was verleiht dieser Sorte diesen majestätischen Titel und in welchem Bereich findet es heute Anwendung?

Herkunft des Königsweihrauchs

Wie alle Weihrauchbäume gedeiht auch Boswellia Frereana nur in trockenen Gebieten. Die Sorte ist in Somalia heimisch und kommt dort vor allem in den nördlichen Regionen vor. Auch unter Maydi Weihrauch oder Dhidin Weihrauch bekannt, liefern die Boswelliagewächse das wertvolle Harz.

Erntezeit ist üblicherweise von April bis Mai. Ein Schnitt in die Rinde mit einem scharfen Messer und der milchiger Saft tritt aus. Diese Flüssigkeit härtet nach ein paar Wochen aus und findet anschließend keine weitere Bedeutung mehr.

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Erst nach weiteren Wochen tritt das eigentlich verwendete Harz aus, härtet ebenfalls an der Luft aus und die „Tränen“ des Baumes liefern das hochwertige Endprodukt.

Boswellia Frereana ist spezieller und daher teurer als andere somalische Sorten, da es häufig an schwer erreichbaren Redionen wächst. Dennoch findet es in vielen Bereichen Verwendung.

Verwendung von Boswellia Frereana

Zu betrachten sind die aromatischen Vorzüge dieses frischen und fruchtig duftenden Harzes bei der Räucherung. Bei religiösen und spirituellen Riten spielt es in der arabischen Welt eine große Rolle.

Über 80% des Ertrages gehen nach Saudi Arabien. Muslimische Pilger bringen den Weihrauch traditionell mit nach Hause. Die koptische Kirche, mit Hauptsitz in Ägypten, verwendet speziell Boswellia Frereana, ebenfalls traditionell bei Räucherungen während den Gottesdiensten.

Das aus Somalia stammende Weihrauchharz weist einen geringeren Anteil an Harzsäuren auf als vergleichsweise andere Sorten. Vor allem die Boswelliasäuren sind, wie der Name schon sagt, spezifisch für alle Weihrauchgewächse.

Boswellia hat entzündungshemmende Eigenschaften und wird daher bei Arthris und Arthrose angewendet. Daneben weist Boswellia Frereana den höchsten Teil an Neutralbestandteilen auf.

Diese verleihen dem Weihrauch seinen charakteristischen Geruch und lassen die besonderen Duftstoffe in den Vordergrund treten, welche diesem Harz den Namen „Königsweihrauch“ brachten.

Maydi, wie Bosellia Frereana oft auch genannt wird, wird dennoch als entzündungshemmendes Mittel eingesetzt, vor allem in Somalia. Das Harz wird zu einer Paste, welche „Malmal“ genannt wird, verarbeitet.

Arthritisgeplagte Gelenke und andere entzündete Stellen werden mit der Paste eingerieben. Auch gegen Magen- und Verdauungsbeschwerden wird Boswellia Frereana eingesetzt. Dazu wird das Harz als Tee verkocht und getrunken.

Produkte

Vor allem bei Räucherungen findet Weihrauch auch heute noch Verwendung. Auch diese spezielle Sorte lässt sich in vielen Internetshops erwerben, sicherlich auch bei dem ein oder anderen gut sortierten Kräuterhändler der Räucherware anbietet. Auch als ätherisches Öl oder Räucherstäbchen ist diese Rarität zu finden. In seiner Heimat Somalia wird es als Kaugummi Ersatz genutzt. Einfach ein Stückchen Harz im Mund etwas auflösen lassen und dann sanft kauen.

Geschichte des Harzes

Boswellia Frereana wird nicht angebaut oder gezüchtet. Das natürliche Vorkommen in dieser Region wird genutzt und der Weihrauch wird wild gewonnen. Seit Jahrtausenden ernten Menschen das Harz für medizinische Zwecke und spirituelle Riten. In den Weltreligionen spielt es eine ebenso große Rolle, wie in den kleineren Naturreligionen. Weihrauch wird sogar mehrfach in der Bibel erwähnt.