Boswellia Dalzielii – afrikanisches Räucherharz

Weihrauch aus Afrika - Boswellia Dalzielii

Über Boswellia Dalzielii

Boswellia Dalzielii ist eine Afrikanische Weihrauchsorte und ist dort relativ verbreitet. Er wird in Nigeria, Burkina Faso und sogar teilweise in Senegal geerntet um daraus die begehrten Weihrauchperlen zu gewinnen.

Der Baum ist auch sonst sehr verbreitet in Afrika jedoch kommt er eher vereinzelt vor, während seine botanischen Brüder teilweise zu hunderten auf einem Hektar Land wachsen.

Rein äußerlich ähnelt Boswellia Dalzielii seinem omanischen Verwandten Boswellia Sacra. Auch die Düfte beim Räuchern ähneln sich etwas. Dennoch ist der Geruch des Dalzielii fruchtiger und, je nach Ernteregion sogar auch etwas minzig.

Aufgrund seines recht hohen Anteils an ätherischen Ölen (etwa 9-12%!) ist seine Duftnote sehr intensiv und erfrischend. Während andere Weihrauchsorten mit lediglich 4-9% Ölanteil zu finden sind, sticht Boswellia Dalzielii mit dem höchsten Anteil deutlich hervor.

Boswellia Dalzielii in der Geschichte

Schon die alten Ägypter kannten Boswellia Dalzielii und benutzten ihn zum Räuchern bei verschiedenen religiösen Kulthandlungen. Aber sie verwendeten ihn auch zur Wundbehandlung und Desinfektion.

Der sehr seltene Weihrauch galt als Geschenk und Opfergabe für die Götter und war unendlich kostbar. Händler brachten ihn mit ihren Karawane in weit entfernte Teile der Welt, es gab sogar eine spezielle „Weihrauchstraße“, die vom Oman über den Jemen, Mekka und Medina sowie Gaza bis nach Damaskus führte.

Die Standorte der Weihrauchbäume wurden streng geheimgehalten, die Weihrauch-Karawanen häufig überfallen und geplündert.

Auch die alten Griechen und Römer verbrannten Weihrauch bei ihren Gottesdiensten und räucherten ihre Häuser aus um sie zu reinigen, den Geruch von Krankheit und Tod zu vertreiben.

Zerstoßene Weihrauch-Klümpchen wurden außerdem für Wundauflagen verwendet und man nahm Weihrauchpulver ein, um innerliche und äußerliche Entzündungen zu heilen, den Geist zu stärken und den Verstand zu schärfen. Auch im frühen Christentum war Weihrauch ein kostbares Produkt.

Nach der Bibel brachten die heiligen drei Könige dem neugeborenen Jesus neben Gold und Myrrhe auch Weihrauch als Geschenk. Im Mittelalter gewann der Weihrauch neben den kultigen Zwecken immer mehr auch als Medizin an Bedeutung. Auch die berühmte Naturheilerin Hildegard von Bingen beschrieb seine phänomenale gesundheitliche Wirkung. Auch heute noch werden Produkte zum Beispiel aus Bosswellia Dalzielii besonders in der alternativen Naturmedizin sehr häufig und überaus erfolgreich verwendet. Auch die Schulmedizin nutzt sie und es gibt viele wissenschaftliche Forschungen, um die Wirkung von Boswellia umfassend zu ergründen und dem Produkt alle seine Geheimnisse zu entreißen. In der ayurvedischen Lehre spielte und spielt Boswellia ebenfalls eine bedeutende Rolle.

Inhaltsstoffe Boswellia Dalzielii

Außerdem enthält Boswellia Dalzielii auch den Wirkstoff Incensol. Dieser ist wirksam bei der Behandlung von depressiven Verstimmungen. Bosswellia soll sogar das Wachstum von bestimmten Tumorzellen verhindern können und somit ein wirksames Mittel gegen Krebs sein. Hier steht die Forschung allerdings noch ganz am Anfang.

In welchen Formen kommt Boswellia Dalzielii in den Handel?

Es gibt ihn in unterschiedlichsten Formen als Harzkügelchen oder Klümpchen, als Räucherstäbchen und Räucherkerze aber auch in Form von Pulver, Tabletten und Kapseln, als Weihrauchöl und als Bestandteil von Salben, Cremes und als Pflaster.