Weihrauch – altertümliches Heilmittel neu Entdeckt

Erfahren Sie hier alles über die Wirkung und Anwendung von Weihrauch

Weihrauch hat eine lange Tradition als Heilmittel und eine große Bedeutung für den früheren Handel. Es liegen zahlreiche und durchwegs positive Studien zu Weihrauch, als potentes Phytopharmakon, vor. In Indien, einem der Ursprungsländer, ist ein standardisierter Trockenextrakt des Harzes sogar offiziell als Arzneimittel zugelassen.

Weihrauchharze
Feine Weihrauchharze in nahezu perfekter Qualität

Der medizinische Nutzen des Weihrauches für den Menschen liegt vor allem in seiner entzündungshemmenden Wirkung, da er hier einzigartige Vorteile bietet.

Eine kurzzeitige Entzündung, wie sie bei einem Mückenstich entsteht, ist ein physiologisch sinnvoller Prozess durch den sich der Körper von Schadstoffen oder Keimen befreit.

Bei einigen Erkrankungen jedoch kommt die Entzündung nicht mehr zum Stillstand, wie es bei rheumatischer Arthritis, Asthma oder Morbus Crohn der Fall ist. Hier sollte so schnell wie möglich eingegriffen werden um irreparablen Schaden am Gewebe zu verhindern!

Bis heute ist eine Behandlung mit Kortison das einzige Mittel um ein Leben mit diesen Krankheiten zu ermöglichen. Da Kortison aber auf viele physiologische Prozesse einen Einfluss nimmt, ist eine solche Behandlung leider nicht frei von Nebenwirkungen.

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Bei einer Therapie mit Weihrauch hingegen wurden bis heute keine ernstzunehmen Nebenwirkungen beobachtet. Die genaue Wirkungsweise des Weihrauches ist noch nicht vollständig aufgeschlüsselt, jedoch scheint seine entzündungshemmende Wirkung sehr viel selektiver zu sein als es bei Kortison der Fall ist.

Durch die vielen unterschiedlichen Inhaltsstoffe des Weihrauches ist es möglich, dass sich seine Wirkung auf verschiedenen Wegen entfaltet. Ebenso kann die Wirkungsweise auch von der Art der Anwendung abhängen.

Bei einer lokalen Therapie auf der Haut, mittels eines Balsams oder einer Salbe, können andere Inhaltsstoffe entscheidend sein als bei der Einnahme von Kapseln oder bei der Inhalation des Rauches.

Über die entzündungshemmende Wirkung hinaus, hat der Weihrauch sich seit Jahrhunderten bei einer Vielzahl von anderen Symptomen und Krankheiten bewährt.

Weihrauchsorten

Die Wirkung von Weihrauch

Weihrauch (oder auch Olibanum genannt) findet seit mehr als 5000 Jahren Anwendung in der indischen Naturheilkunde (Ayurveda). In der europäischen Medizin gewannen diese Heilpflanzen erst ab 1991 an Bedeutung. Ihre wirksamen Inhaltsstoffe wie die Boswelliasäuren finden heute ihren Einsatz beim Behandeln vieler Krankheiten.

Die Studien verschiedener Universitäten in Deutschland und anderen Ländern entdecken regelmäßig neue Möglichkeiten für den medizinischen Einsatz und dessen heilsame Wirkung von Weihrauch. Die Schulmedizin interessiert sich vor allem für die Ergebnisse der neusten Studien. Keimresistenzen und Keime, die sich mit den bisherigen Medikamenten nicht behandeln lassen zwingen sie zum Gehen neuer Wege.

Weihrauch zur Hautpflege und gegen Hautkrankheiten

Seine anti entzündliche Wirkung kann viele Hauterkrankungen wie beispielsweise Schuppenflechte, Ekzeme, Neurodermitis oder Akne lindern. Weihrauch kann die Elastizität der Haut steigern und altersbedingte Hautveränderungen positiv beeinflussen. Es kann Schädigungen der Haut, die durch Licht und Alterseinfluss entstanden, sichtbar verringern.

Außerdem kann Weihrauch das Ausbreiten von schuppigen, juckenden und/oder schmerzhaften Stellen zurückdrängen und gleichzeitig die Entzündung zum Abklingen gebracht werden. Chronische Hautentzündungen, wie sie bei Neurodermitis und/oder anderen Hautkrankheiten vorkommen, lassen sich dadurch wirkungsvoll behandeln.

Das regelmäßige Anwenden von Weihrauchsalben auf der Haut kann das Ausbreiten und Entstehen von Entzündungen wirkungsvoll verhindern. Die ätherischen Öle des Weihrauchs enthalten eine Zusammensetzung, die sich vorbeugend gegen entzündliche Hautveränderungen einsetzen lassen. Sein Wirkungsspektrum im Einsatz gegen Hauterkrankungen und chronisch-entzündliche Krankheiten erweist sich als nachhaltig und bis dato nebenwirkungsfrei.

Das Reinigen und Pflegen der Gesichtshaut mit Weihrauchprodukten, wie z.B. Seife aus Weihrauch, bietet infektiösen Erregern keine Eintrittspforten und kann die Haut schützen. Die Anzahl der Erreger chronischer Hautentzündungen kann somit wirkungsvoll verringert werden und das Infektionsrisiko drastisch senken.

Mit Weihrauch Gedächtnis und Konzentration anregen

Die Einnahme von Weihrauchpräparaten kann zu ungewöhnlichen Ergebnissen führen. Das Stärken des Gedächtnisses und das Erhöhen der Konzentrationsfähigkeit lässt sich anhand der indischen Ernährungsweise feststellen.

In der indischen Lebensweise gehören Heilpflanzen, wie Boswellia Serrata, zum täglichen Brot. Eine Beschreibung seiner positiven Eigenschaften auf Gedächtnis und Konzentration findet sich bereits im „Kanon der Medizin“. Dieses bekannte, medizinische Werk des Avicenna (gestorben 1037) gehört bis heute weltweit zur Standardausrüstung der Forschung. In Europa bildet es einen Grundpfeiler der medizinischen Ausbildung und darf keinem Medizinstudenten fehlen.

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Heilkundige aus Indien setzen Weihrauch beispielsweise gegen Vergesslichkeit ein und in Persien gilt er als geschätztes Heilmittel zum Stärken von Geist und Verstand. Als Aromatherapie eingesetzt, wirkt er entspannend, entkrampfend und beruhigend.

Entspannt kann das Gehirn neue Informationen leichter verarbeiten und behalten. Mithilfe von Olibanum (wie Weihrauch auch genannt wird) und Gedächtnistraining kann sich die Gedächtnisleistung verbessern. Olibanum kann das Gehirn leicht entkrampfen und die Konzentration wirkungsvoll erhöhen.

Mit Weihrauch die Psyche positiv beeinflussen

Es verfügt über den Wirkstoff Incensolacetat, welcher bekannt für seinen Einfluss auf den TRPV3-Rezeptor ist. Dieser Inhaltsstoff kann diesen Rezeptor aktivieren und Einfluss auf die Psyche nehmen. Mithilfe des Incensolacetats kann Weihrauch um Beispiel Depressionen lindern, positive Gefühle hervorrufen oder Gefühle der Angst mindern.

Die Naturheilkunde macht sich diese positiven Wirkungen zunutze und setzt Olibanum als Antidepressiva und Angst lösendes Heilmittel ein. Sein stimmungsaufhellendes und sanftes Wirken, ohne aggressive Nebenwirkungen, erweist sich als gute Alternative zu chemischen, und recht aggressiven Mitteln.

Schmerzlinderung erfahren durch Weihrauch

Seine schmerzlindernde Eigenschaft bezieht sich nicht alleine auf Hautirritationen. Die Inhaltsstoffe des Weihrauchs wie Incensolacetat, L-Lysin und seine Boswelliasäuren hemmen die Enzym 5-Lipoxygenase.

Eine Vielzahl von schmerzhaften Krankheiten ist auf entzündliche Prozesse zurückzuführen. Mit seinem breiten Wirkungsspektrum greift Weihrauch positiv in die entzündlichen Prozesse ein und drängt sie mithilfe seiner speziellen Wirkstoffkombination zurück.

Dies wirkt sich oft schmerzlindernd auf arthritische Beschwerden, Rheuma, Kopfschmerzen Arthrosen und Muskelkater aus.

Entzündungen wirkungsvoll ein Ende setzen durch Weihrauch

Hildegard von Bingen und Sebastian Kneipp setzten Weihrauch wirkungsvoll gegen verschiedene Krankheiten mit entzündlichen Begleitsymptomen ein. Heutzutage erlebt er, nach langer Vergessenheit, in Europa eine neue Beliebtheit und seine Wirkstoffe sind erneut geschätzt.

Chronische Krankheiten des Magen-Darm-Traktes wie Colitis Ulcerosa, Magenschleimhautentzündungen und Morbus Crohn gehören zu seinen bekanntesten Einsatzgebieten. Sie stellen allerdings nur einen geringen Rahmen seiner vielen Einsatzmöglichkeiten dar. Unbestritten kann er entzündliche Prozesse in ihre Schranken weisen und bei regelmäßiger Anwendung auflösen und erneutes Auftreten verhindern.

Das Behandeln von entzündlichen Erkrankungen erweist sich als schwierig und bedarf einer längerfristigen Behandlung. Weihrauch weist keine gravierenden Nebenwirkungen auf, wodurch sich ein längerfristiges Anwenden anbietet.

Seine wirkungsvolle Kombination verschiedener Inhaltsstoffe unterbindet das Ausweiten krankhafter Prozesse. Er entfaltet seine desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung, was zum Abklingen der entzündlichen Erkrankungen beitragen kann.

Behandlungsmöglichkeiten von Weihrauch

Weihrauch bei Magen-Darm Beschwerden:

  • Morbus Crohn
  • Colitis ulcerosa
  • Durchfallerkrankungen, die durch Bakterien hervorgerufen werden

Weihrauch bei Atemwegserkrankungen:

  • Asthma bronchiale
  • Entzündungen des Rachenbereiches
  • Infektionen der Atemwege
  • Mundgeruch, Zahnfleischentzündungen
  • Allergien

Weihrauch hilft bei Gelenkbeschwerden:

  • Arthritis (Schmerzen, Schwellungen, Gelenksteifheit)
  • Rheuma
  • Haut:
  • desinfizierend
  • Psoriasis

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bieten sich bei:

  • Tumoren (wachstumshemmend bei Versuchstieren)
  • Hirntumoren (Reduktion des Hirnödems bei Versuchstieren)
  • Angstzuständen

Spektakuläre Ergebnisse

Der deutsche Pharmakologe Prof. Dr. Hermann P. T. Ammon bezeichnet die Erfolge der Boswellia-Säure bei der Therapie von Rheuma und entzündlichen Gelenks- und Darmerkrankungen als spektakulär.

Als erwiesen gelten außerdem Therapieerfolge bei der Behandlung von Asthma, Bronchitis und verschiedenen Hauterkrankungen. Die getrockneten Extrakte des hellen Weihrauchbaumharzes werden dem Weihrauchöl, den Kapseln und den Weihrauchtabletten beigemengt.

Das Weihrauchöl wird als Königin der ätherischen Öle bezeichnet. Es ist wertvoll und wird wegen seiner beruhigenden Eigenschaft sehr geschätzt. Als Raumduft wird das Weihrauchöl zur Meditation verwendet, gleichzeitig hat das ätherische Öl einen positiven Einfluss auf die Atemwegsorgane, die Haut und die Haare.

Inhaliert hilft es bei Bronchitis und ist sogar in der Lage kleine Fältchen wieder verschwinden zu lassen. Es gibt zahlreiche Arbeitsgruppen, die sich mit der Wirkung der Weihrauchharze beschäftigen.

Kapseln und Tabletten können bei unterschiedlichen Erkrankungen, zum Beispiel im Magen- Darmbereich, bei Rheuma, Neurodermitis, Polyarthritis und bei Atemwegserkrankungen, die Symptome lindern.

Weihrauchtabletten und die moderne Medizin

Weihrauchtabletten sind zur Zeit nur als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Dennoch ist der Weihrauchwirkstoff längst in der modernen Medizin angekommen.

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Zwar reichen die zahlreichen klinischen Studien für eine Medikamentenzulassung noch nicht aus, trotzdem wird eine Wachstumshemmung von Zellen beobachtet. Die Wachstumshemmung ist wichtig bei der Therapie von Tumoren und die Weihrauchharze könnten einen entscheidenden Beitrag dazu liefern. Nichts desto Trotz wird weiter an den gesundheitsfördernden Eigenschaften des Weihrauchwirkstoffes geforscht um in Zukunft neue Medikamente daraus zu gewinnen.

Weihrauch hilft bei Entzündungen

Die hemmende Wirkung des Weihrauchs bei Entzündungen ist seit dem Altertum bekannt und wird seit einiger Zeit auch in der heutigen Medizin wieder erforscht. Er kann durch seine natürlichen Inhaltsstoffe Schwellungen abklingen und weitere entzündliche Beschwerden lindern sowie oxidativen Stress reduzieren. Speziell Entzündungen mit geröteten, harten, heißen Stellen auf der Haut kann er angeblich wirkungsvoll bekämpfen.

Psoriasis (Schuppenflechte) und Hautekzeme zählen zu den Krankheiten, gegen die Weihrauch-Extrakt hilfreich sein kann. Er kann die Auswirkungen zurückdrängen und das Schuppen der Haut verringern. Er greift die Entzündung an und drängt diese so weit zurück, dass die Haut sich erholen und abheilen kann.

Dank der modernen Wissenschaft gibt es bezüglich der Wirksamkeit des Weihrauchs und seiner Extrakte, viele Studien, die sich speziell mit den verschiedenen Krankheiten befassen.

Weihrauch gegen Arthritis und Rheuma

Diese beiden speziellen Krankheiten gehen mit entzündlichen, schmerzhaften Prozessen einher. Bislang setzt die Schulmedizin Kortison, Schmerzmittel und Antibiotika gegen sie ein.

Weihrauch kann nicht nur Entzündungen zurückdrängen, es kann ebenso schmerzlindernd wirken, was es im Einsatz gegen Arthritis oder Rheuma wertvoll macht. Die Traditionelle chinesische Medizin (TCM) nutzt sein gummiartiges Harz bei vielen schmerzhaften Krankheiten.

Die in seinem Harz enthaltene Boswelliasäure kann seine Wirkung erhöhen. Aus diesem Grunde sind Weihrauch-Extrakte zum Einsatz gegen Arthritis und/oder Rheuma zusätzlich mit mehr Boswelliasäure angereichert.

Erfahren Sie mehr über Studien bezüglich Rheuma und dem Einsatz von Weihrauch-Extrakten und deren Boswelliasäure.

Weihrauch bei Arthrose

Ähnlich der Arthritis oder des Rheumas zählt die Arthrose zu den Krankheiten mit entzündlichen Beschwerden. Diese degenerative Gelenkerkrankung zeigt sich mit Schmerzen und Nerven die frei liegen. Die Knorpel zwischen den Gelenken erscheinen abgenutzt.

Die Bewegung wirkt eingeschränkt und die Schmerzen nehmen im Verlauf dieser Krankheiten weiter zu. Weihrauch-Extrakt kann diese Schmerzen lindern und das Abnutzen des Knorpels verlangsamen.

Die laufenden Studien bezüglich der äußerlichen Anwendung von Weihrauch-Extrakten bei Arthrose sind noch nicht abgeschlossen. Beim Behandeln von Tieren mit einer Weihrauchcreme zeigten sich erste Erfolge.

Mehr über Studien zur inneren Anwendung von Weihrauch-Extrakten.

Magen-Darm-Beschwerden lindern mit Weihrauch

Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa und viele weitere chronische Darmerkrankungen lassen sich ebenfalls mit einem Weihrauch-Extrakt behandeln. Es kann die Schmerzen, die diese Krankheiten hervorrufen lindern und die entzündlichen Prozesse im Magen-Darm-Trakt zurückdrängen.

Entzündliche Prozesse des Körpers entstehen durch das Enzym 5-Lipoxygenase. Die Boswelliasäure, verschiedene Gerbstoffe und ätherische Öle dieses Heilkrautes wirken gemeinsam gegen dieses Enzym und die dadurch entstehenden Leukotriene.

Sowohl Morbus Crohn als auch Colitits Ulcerosa erweisen sich als für den Körper stark belastend, da bei den Durchfällen viele Elektrolyte und Wasser verloren geht.

Chronische Darmentzündungen laugen den Körper aus, Schwäche, starke Gewichtsabnahmen und Vitamin- wie Mineralstoffmängel gehören zu den Folgen. Operationen und die Anlage eines Anus Präters (Darm-Seitenausgang) sind der letzte Weg, den sich die Ärzte zu gehen, gezwungen sehen.

Informationen und Quellen zu den mit Weihrauch-Extrakten durchgeführten Studien und ihre Ergebnisse zum Thema chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.

Weihrauch bei Asthma Bronchiale

Asthma Bronchiale beschreibt die in den meisten Fällen eine ebenfalls chronische Entzündung der Bronchien. Feinstaub, Umweltverschmutzung durch Smog und giftige Dämpfe, die beispielsweise bei Dachdeckern, Malern, im Straßenbau und ähnlichen Berufen vorkommen, begünstigen diese Krankheit.

Asthma Bronchiale erweist sich als äußerst unangenehme Krankheit, die sogar zum Tod führen kann. Die Schulmedizin setzt zu ihrer Behandlung in den meisten Fällen Cortison und andere, chemische Mittel ein.

Diese müssen auf Dauer bei einer Behandlung von chronischen Bronchitis und Asthma Bronchiale in ihrer Dosis erhöht werden was dazu führt dass der Verbraucher verstärkt Nebenwirkungen wahrnimmt.

Weihrauch-Extrakt kann eine Alternative darstellen, denn seine Inhalte sind rein natürlich und gehen systematisch gegen die, für Entzündungen, verantwortlichen Enzyme und ihrer Leukotriene vor.

Hier geht es zu den Studien über die Wirksamkeit von Weihrauch-Extrakten bei Asthma Bronchiale.

Nebenwirkungen?

Bei einer Behandlung mit Weihrauch ist kaum mit Nebenwirkungen zu rechnen. Leichte Beschwerden des Magen-Darm-Traktes können auftreten. Auch allergische Reaktionen sind, wie bei jeder Phytotherapie, möglich.

Weihrauch kann die Wirkung andere Medikamente beeinflussen, jedoch liegen hierzu noch keine aussagekräftigen Daten vor. Ebenso wenig ist eine sichere Anwendung während der Schwangerschaft oder Stillzeit bewiesen, weshalb Weihrauch in diesen Fällen nicht angewendet werden sollte.

Im Vergleich zu vielen aktuell verwendeten Medikamenten, wie beispielsweise Kortison (Cortison), ist Weihrauch erstaunlich arm an Nebenwirkungen und wird allgemein als sehr sicher eingestuft.

Trotzdem sollte bei einer eigenständigen Behandlung mit einem Weihrauchpräparat der Arzt informiert werden. Auch ist das Einhalten der genauen Dosierung sehr wichtig, da eine zu geringe Dosierung die Symptomatik verschlimmern kann.

Weihrauch kaufen

In Deutschland ist Weihrauch noch nicht als Arzneimittel anerkannt und darf daher nur als Nahrungsergänzungsmittel gehandelt werden. Apotheken dürfen, auf Kundenwunsch, den indischen Weihrauch (Boswellia Serrata) verarbeiten.

Wie bei jedem Phytopharmakon hängt die Wirksamkeit von der Qualität der Substanzen sowie der Verarbeitung ab. Das klassische Räucherharz, welches sich in entsprechenden Läden finden lässt, ist von niedriger Qualität, erkennbar durch kleine, dunkle Kristalle.

Wer eine medizinische Wirkung von Weihrauch anstrebt sollte auf eine vertrauenswürdige Bezugsquelle und einen gewissen Preis achten. Sehr günstige Produkte können einfach nicht hochwertig sein! Das anerkannte Arzneimittel aus Indien ist auch unter dem Namen Sallaki gegebenenfalls in internationalen Apotheken erhältlich. Allerdings ist hierfür eine ärztliche Vorschrift und etwas Geduld notwendig.

Über Weihrauch

Der Begriff Weihrauch bezeichnet das Harz des Weihrauchbaumes (Boswellia), welcher zur Familie der Balsambaumgewächse (Burseaceae) zählt. Er ist botanisch mit der ebenfalls in der Heilkunde verwendeten Myrrhe verwandt.

Diese eher kleine und verzweigte Baumart trägt eine dünne Papierähnliche Rinde sowie dicke Äste. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist, dass sich die Rinde vom Stamm ablöst.

Die medizinische Anwendung von Weihrauch hat eine lange Tradition und eine große Bedeutung für den früheren Handel. Es liegen zahlreiche und durchwegs positive Studien zu Weihrauch, als potentes Phytopharmakon, vor.

In Indien, einem der Ursprungsländer, ist ein standardisierter Trockenextrakt sogar als Arzneimittel zugelassen. Das besondere an Weihrauchpräparaten ist deren vielversprechende Wirkung bei kaum auftretenden Nebenwirkungen.

Vorkommen

Die Heimat des Baumes befindet sich in den regenarmen Gebieten Afrikas sowie Saudi-Arabiens und Indiens. Er gedeiht dort in Trockengebieten auf kargen Landschaften in einer Höhe von bis zu 1200 Meter über dem Meeresspiegel.

Produkte aus Indien gelten allgemein als hochwertiger wohingegen Weihrauch aus Afrika meist günstiger im Preis ist. Das Harz wird durch Einritzen des Stammes und der Äste gewonnen und mehrmals pro Saison geerntet. Die spätere Ernten erzeugen ein reineres Harz, welches sich durch große, weiße Kristalle auszeichnet.

Weihrauchharz wird als solches gekaut oder geschluckt sowie in Räucherwerken verwendet. Aber auch die Weiterverarbeitung zu den verschiedensten Produkten wie ätherisches Weihrauchöl, Balsam oder Salben ist heutzutage üblich. In vielen Fällen wird hierfür erst ein Extrakt aus dem Harz hergestellt.

Wofür wurde Weihrauch früher verwendet?

Weihrauch ist in Europa vor allem als Räucherwerk im Kreise der katholischen Kirche bekannt ist. Der Bibel zu Folge wurde schon Jesus Christus bei seiner Geburt, neben Gold und Myrrhe, mit Weihrauch beschenkt.

Die ältesten Überlieferungen der Anwendung von Weihrauch kommen nicht aus den Anbaugebieten selbst, sondern aus Ägypten und dem römischen Reich. Dies deutet darauf hin dass das Harz zur damaligen Zeit ein hoch geschätztes Gut war, da die Einfuhr mir erheblichen Kosten verbunden war.

Angewendet wurde das Harz zur Säuberung der Luft, bei der Wundbehandlung, bei Erkrankungen der Atemwege und des Verdauungstraktes sowie zur Stärkung des Geistes. Überlieferungen aus Afrika deuten auf einen Nutzen bei Infektionskrankheiten und bei Magenleiden hin. Aber auch zur Beruhigung scheint der Einsatz erfolgreich gewesen zu sein.

Im indischen Ayurveda ist Weihrauch (Salai Guggal) heute als offizielles Arzneimittel anerkannt. Hier liegt der Schwerpunkt bei der Behandlung entzündlicher Erkrankungen wie der Polyarthritis. Auch in Europa gewinnt der Weihrauch bei diesen Erkrankungen an Bedeutung.

Immer mehr Menschen leiden an chronischen Entzündungen die nur unter Inkaufnahme von erheblichen Nebenwirkungen behandelt werden können. Weihrauch bietet hier eine vielversprechende Alternative dessen Wirkung in wissenschaftlichen Studien mit den heute eingesetzten Arzneimitteln vergleichbar war.

Wirkstoffe und Inhaltsstoffe von Weihrauch

Weihrauch ist ein komplexes Gemisch von mehr als 200 verschiedenen Bestandteilen wie Schleimstoffen, Harzen, Proteinen und ätherischen Ölen. Die Zusammensetzung ist abhängig von der Sorte und dem Wuchsort.

Der indische Weihrauch (Boswellia serrata) darf in deutschen Apotheken verarbeitet werden. Er wird jedoch nicht als offizielles Arzneimittel sondern als Nahrungsergänzungsmittel gehandelt.

Seine Inhaltsstoffe sind:

  • circa 5–9 % ätherisches Öl (darunter: α-Thujen, β-Myrcen, p-Cymol, Methyleugenol u.a.)
  • circa 15–16 % Harzsäuren (wie Boswelliasäuren, Lupansäuren und Tirucallensäuren; mindestens je 1 % 3-O-Acetyl-11-keto-β-boswelliasäure (AKBA) und 11-Keto-β-boswelliasäure (KBA))
  • bis zu 20 % Schleimstoffe

Die unterschiedlichen Boswelliasäuren

  • α-Boswelliasäure
  • β-Boswelliasäure
  • Acetyl-β-Boswelliasäure
  • Acetyl-α-Boswelliasäure
  • 11-Keto-β-Boswelliasäure (KBA)
  • Acetyl-11- β-β-Boswelliasäure (AKBA)

Als wichtigster Wirkstoff werden die Boswelliasäuren vermutet. Sie unterscheiden sich in ihrer Wirkstärke aber auch in dem Vermögen von Körper aufgenommen zu werden. So sind KBA und AKBA zwar sehr potent, gelangen jedoch kaum in die Blutbahn. Sehr wahrscheinlich liegt das Geheimnis der vielseitigen Wirkung des Weihrauchs jedoch in seiner Komplexität, weshalb die Reduktion auf einen oder mehrerer Inhaltsstoffe unzureichend ist.